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Wahre Begebenheit
Meine Frau Irene, die in der Vergangenheit um Katzen immer einen weiten Bogen machte, kam gerade von der Beerdigung des Vaters einer ihrer Freundinnen nach Hause und berichtete von einer sonderbaren Begegnung.
Stell dir vor, was mir passierte sprach sie, das muss ich dir erzählen. Gerade eben bei der Beerdigung, ich war reichlich spät dran und so bekam ich nur noch einen der letzten beiden freien Stühle in der hintersten Reihe der Friedhofskapelle. Plötzlich bemerkte ich, dass sich an meinen Füßen etwas bewegte. Ich sah nach unten und stellte voller Erstaunen fest, dass da die allen in unserem Ort bekannte Friedhofskatze sich an mich drückte und mich mit großen Augen ansah. Damit nicht genug, sprang sie denn gleich auch noch auf den freien Stuhl neben mir und legte sich auf diesen. Langsam, eine Pfote voran berührte sie mein rechtes Bein und blinzelte mich dabei an. So verharrte sie den gesamten Gottesdienst über und als dieser dann vorbei war, verschwand sie wieder so leise und von den anderen Gottesdienstteilnehmern unbemerkt, wie sie gekommen war.
Dies veranlasste uns darüber nachzudenken, ob in dieser Begegnung ein tieferer Sinn liegen könnte. Wir diskutierten reichlich darüber, mit dem Ergebnis einen Besuch im Tierheim zu machen.
So vereinbarten wir einen Termin im Tierheim. Im Katzenhaus angekommen sind uns dann 2 kleine Kater, die offensichtlich recht gute Freunde waren, besonders aufgefallen. Von Anfang an waren sie zutraulich und beschnupperten uns intensiv. Als aus der Beschnupperung dann ein schnurren wurde, war uns klar geworden, dass wir die Heimreise nicht alleine antreten werden. Auf diesem Weg kamen wir zu unseren ersten beiden Katzen.
Eine der beiden verloren wir leider durch eine schwere Katzenkrankheit. Und weil die übrig gebliebene auf keinen Fall ohne Gefährten bleiben sollte, kauften wir wieder einen kleinen Kater dazu. Beide leben eng befreundet als vollwertige Familienmitglieder in unserem Haushalt.
Bis ..., ja bis wir von Lorsch nach Einhausen in das schöne große Haus umgezogen sind. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt Nils und Charly unsere kastrierten Hauskater und unsere Russenbande Flory, Chelsey und Celly. Im neuen Haus hat sich leider Charly nie zu Hause gefühlt. Die Balkontür offen, hätte er jederzeit in den Garten laufen können, um wie die anderen Katzen, ausgiebig in der Sonne ein Bad zu nehmen. Aber Charly lief lieber in den Keller und hat uns mit super tollen Katzenjammergesängen beehrt. Da half kein homöopathisches Mittel oder Bachblüten und auch unsere Liebe reichte unserem Schwarzen nicht mehr aus. So mussten wir zum Wohl unseres Wonneprobben ein neues zu Hause für ihn suchen. Dieses zu Hause fanden wir bei einem Arbeitskollegen von Dieter der bereits eine Katze hatte, die auch Freigang bekam. Unser Charly hat sich dort im neuen zu Hause ganz toll eingelebt und wird dort wie ein Familienmitglied behandelt. Bei etlichen Besuchen der Breuers konnten wir uns davon überzeugen, dass ein neues zu Hause für Charly die richtige Entscheidung war!
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